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Kinderdepot Vergleich im September 2026: So legen Sie für Ihr Kind clever Geld an

Amalia Alibaev
Verfasst von: Amalia Alibaev Ι Aktualisiert am: 15 September 2026
Faktengeprüft
Wer frühzeitig für sein Kind vorsorgen möchte, kommt an einem Kinderdepot kaum vorbei. Über einen langen Anlagehorizont von 15 bis 18 Jahren lässt sich so mit kleinen monatlichen Beträgen ein ansehnliches Startkapital für Ausbildung, Studium oder den ersten eigenen Haushalt aufbauen. Allerdings unterscheidet sich ein Kinderdepot in einigen rechtlichen und steuerlichen Punkten deutlich von einem klassischen Erwachsenendepot. Im Folgenden erklären wir, was dabei zu beachten ist, und zeigen im Anschluss einen aktuellen Kinderdepot Vergleich der besten Anbieter.

Das Wichtigste in Kürze

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Aktualisiert am 15 September 2026
  • Ein Kinderdepot wird auf den Namen des Kindes eröffnet, verwaltet wird es bis zur Volljährigkeit von den Erziehungsberechtigten.
  • Eingezahltes Geld gilt rechtlich meist als Schenkung und geht mit Volljährigkeit vollständig in die Verfügungsgewalt des Kindes über.
  • Kinder haben einen eigenen Sparer-Pauschbetrag, wodurch sich Kapitalerträge zusätzlich steuerlich optimieren lassen.

Kinderdepot Vergleich: Die besten Anbieter im September 2026
im Überblick

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Was ist ein Kinderdepot?

Ein Kinderdepot, bei manchen Anbietern auch Junior Depot genannt, ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen eines minderjährigen Kindes eröffnet wird. Rechtlicher Inhaber des Depots und der darin enthaltenen Wertpapiere ist somit das Kind selbst, während die Verwaltung bis zum Erreichen der Volljährigkeit den Erziehungsberechtigten obliegt. Über das Depot lassen sich, ähnlich wie bei einem Erwachsenendepot, ETFs, Fonds oder Aktien besparen, häufig im Rahmen eines langfristig angelegten Sparplans.

Kinderdepot: Wem gehört das Geld und wer entscheidet darüber?

Ein Kinderdepot wird in der Regel von den sorgeberechtigten Elternteilen eröffnet. Haben beide Elternteile das gemeinsame Sorgerecht, verlangen die meisten Banken und Broker aus rechtlichen Gründen die Unterschrift beider Elternteile, sowohl bei der Kontoeröffnung als auch später bei größeren Verfügungen wie Auszahlungen oder umfangreichen Umschichtungen im Depot.

Bis zur Volljährigkeit des Kindes verwalten die Eltern das Depot treuhänderisch. Das bedeutet: Sie treffen zwar die konkreten Anlageentscheidungen, müssen dabei aber stets im Interesse des Kindes handeln und dürfen das Vermögen nicht für eigene Zwecke verwenden. Großeltern, Paten oder andere Verwandte können zwar problemlos auf das Depot einzahlen, etwa als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk, die rechtliche Verwaltungshoheit liegt jedoch ausschließlich bei den Erziehungsberechtigten.

Damit stellt sich eine zentrale Frage: Wem gehört das eingezahlte Geld eigentlich? Rechtlich ist die Antwort eindeutig. Kapital, das in ein Kinderdepot eingezahlt wird, gilt in der Regel als Schenkung an das Kind und geht somit in dessen Eigentum über. Die Eltern verwalten dieses Vermögen zwar treuhänderisch, sie bleiben aber nicht Eigentümer der Gelder und müssen jede Entscheidung am Kindeswohl ausrichten.

Eine wichtige Konsequenz daraus: Ein späterer Rückzugriff der Eltern auf das eingezahlte Kapital ist rechtlich grundsätzlich nicht ohne Weiteres möglich. Wer beispielsweise größere Summen ins Kinderdepot einzahlt und später in eine finanzielle Notlage gerät, kann dieses Geld nicht einfach zurückholen; es gehört dem Kind. Diesen Punkt sollten Eltern und Großeltern unbedingt bedenken, bevor sie sich für größere Einzahlungen entscheiden, insbesondere wenn dadurch das eigene finanzielle Polster spürbar geschmälert würde.

Mit Erreichen der Volljährigkeit geht die Verfügungsgewalt über das Depot automatisch und vollständig auf das Kind über. Ab diesem Zeitpunkt kann der oder die nunmehr Erwachsene frei über das Vermögen entscheiden, unabhängig davon, wie die Eltern sich das ursprünglich vorgestellt oder geplant hatten.

Welche steuerlichen Vorteile bietet ein Kinderdepot?

Ein wesentlicher Vorteil des Kinderdepots liegt im Steuerrecht: Das Kind gilt als eigenständige steuerpflichtige Person und verfügt damit über einen eigenen jährlichen Sparer-Pauschbetrag für Kapitalerträge, aktuell 1.000 Euro pro Jahr. Dieser Vorteil gilt unabhängig davon, ob der jeweilige Anbieter das Produkt als „Kinderdepot" oder als „Junior Depot" bezeichnet; entscheidend ist allein, dass das Depot auf den Namen des Kindes läuft.

Da Erträge aus dem Kinderdepot steuerlich getrennt vom Vermögen der Eltern betrachtet werden, lassen sie sich über einen eigens für das Kind eingerichteten Freistellungsauftrag bis zur Höhe des Pauschbetrags vollständig steuerfrei vereinnahmen. Voraussetzung dafür ist in der Regel, dass beim depotführenden Institut eine eigene Steuer-Identifikationsnummer des Kindes hinterlegt wird, diese erhält jedes Kind automatisch kurz nach der Geburt per Post vom Bundeszentralamt für Steuern.

In der Praxis bedeutet das: Eine Familie kann durch die Kombination aus dem elterlichen Freibetrag und dem separaten Freibetrag des Kindes einen deutlich größeren Teil der Kapitalerträge steuerfrei erwirtschaften, als es über ein einzelnes Depot der Eltern möglich wäre. Gerade bei einem langfristigen Vermögensaufbau für das Kind, etwa über einen ETF-Sparplan, kann sich dieser Steuervorteil über die Jahre spürbar summieren.

Wichtig zu wissen: Übersteigen die jährlichen Kapitalerträge des Kindes den Sparer-Pauschbetrag, muss für den übersteigenden Betrag grundsätzlich eine Steuererklärung für das Kind abgegeben werden, auch wenn das Kind selbst noch minderjährig ist. In den meisten Fällen bleibt die steuerliche Belastung aufgrund des insgesamt niedrigen Einkommens des Kindes jedoch gering oder entfällt durch die Günstigerprüfung sogar vollständig.

Welche Anlagestrategie eignet sich für ein Kinderdepot?

Da der Anlagehorizont bei einem Kinderdepot oft viele Jahre bis zur Volljährigkeit umfasst, eignet sich in der Regel eine langfristig ausgerichtete, breit gestreute Strategie. Häufig gewählte Ansätze sind:

  • Ein monatlicher Sparplan auf einen breit diversifizierten Welt-ETF
  • Eine schrittweise Reduzierung des Aktienanteils in den letzten Jahren vor
  • Volljährigkeit, um kurzfristige Kursschwankungen kurz vor dem geplanten Verwendungszweck zu begrenzen
  • Gelegentliche Einmalzahlungen, etwa zu Geburtstagen, zusätzlich zum laufenden Sparplan

Wichtig ist, die Anlagestrategie regelmäßig zu überprüfen und rechtzeitig vor der geplanten Verwendung des Geldes, etwa für Führerschein oder das Studium, anzupassen.

Welche Unterlagen benötige ich zur Eröffnung eines Kinderdepots?

Die Eröffnung eines Kinderdepots läuft bei den meisten Anbietern in wenigen Schritten ab:

  • Geburtsurkunde oder Kinderreisepass des Kindes zum Nachweis der Identität
  • Ausweisdokumente der sorgeberechtigten Elternteile
  • Nachweis des Sorgerechts, sofern nicht ohnehin aus der Geburtsurkunde ersichtlich
  • Unterschrift beider Sorgeberechtigten bei gemeinsamem Sorgerecht
  • Einrichtung eines Verrechnungskontos, meist im Namen der Eltern

Je nach Anbieter kann der Prozess vollständig online über Video-Ident erfolgen oder eine postalische Legitimation erfordern.

Kinderdepot oder Sparbuch, was ist sinnvoller?

Klassische Sparbücher bieten zwar hohe Sicherheit, angesichts niedriger Zinsen jedoch kaum reale Wertsteigerung nach Abzug der Inflation. Ein Kinderdepot mit ETF-Sparplan bietet über einen langen Anlagehorizont von mehreren Jahren tendenziell höhere Renditechancen, ist dafür aber auch mit Kursschwankungen verbunden. Wer den langen Zeithorizont bis zur Volljährigkeit des Kindes nutzen möchte, kann daher von den Renditechancen eines Kinderdepots profitieren, sollte sich der damit verbundenen Wertschwankungen jedoch bewusst sein.

Wie hoch darf eine Schenkung ins Kinderdepot sein?

Für Schenkungen von Eltern an ihre Kinder gilt ein gesetzlicher Schenkungsteuer-Freibetrag, der sich alle zehn Jahre erneut nutzen lässt. Wird dieser Freibetrag überschritten, kann grundsätzlich Schenkungsteuer anfallen. Bei regelmäßigen, überschaubaren Einzahlungen im Rahmen eines Sparplans wird dieser Freibetrag in der Praxis jedoch in aller Regel nicht erreicht. Bei größeren Einmalzahlungen, etwa von Großeltern, lohnt sich hingegen ein genauerer Blick auf die geltenden Freibeträge.

Häufig gestellte Fragen zum Kinderdepot Vergleich